(…) Das erste Verdienst von HEIMAT besteht darin, dass es uns die Geschichte durch Ereignisse und Gefühle erleben lässt, durch ein Verfahren, in dem das Persönliche sich ständig auf das Gesamt bezieht, und umgekehrt (…)


Es ist ein Film, der völlig aus der Realität gegriffen ist, aus den alltäglichen Leiden, ein Film, der uns die Geschichte erklärt, indem er hinter die Haustür schaut und die äußerst wichtigen Unwichtigkeiten des Alltags beobachtet, aneinandergereiht erscheinen sie wie das Leben selbst, und das ist es auch (…)
Welch ein schöner Film: Welche Ausdruckskraft, welche ethische Konsequenz, welche Erzählkunst, welche Filmkunst, welch großartige Schauspieler! (…)
In seiner Größe ist der Film von Reitz gleichzeitig höchste Fiktion und äußerste Wahrheit und wie alle wirklich schönen und magischen Dige bleibt er beides, dank seiner Allgegenwart.

 

Maurizio Porro in CORRIERE DE LA SERA, 31. 8. und 3.9.1984