(…) Nach einer Generation von Cineasten, gemartert vom Schuldgefühl, die die Fehler ihrer Väter wie einen Fluch getragen haben, jetzt endlich vom deutschen Standpunkt aus das alltägliche Leben im Rhythmus von Arbeit und Jahreszeiten erzählt.

Bild für Bild ist dieses Werk unermüdlich schön. Nach 15 Stunden 40 Minuten Vorstellung vermissen wir es schmerzlich. Wir möchten Einzelheiten nachlesen, dort wohnen, dort beheimatet sein.
„Heimat“ wurde mit Liebe gestaltet und gespielt von einem sehr großen Ensemble: 28 Hauptrollen und 140 kleine (…) Wie selbstverständlich übertragen sie ihre Leidenschaft auf die Zuschauer.
Diese verwirrende deutsche Chronik ist von ungeheurer Reichweite (…) Befreit von der religiösen Botschaft von Schuld und Sühne, befreit von dieser Gesinnung, die ganz Deutschland an Nürnberg bindet, ist es von jetzt an möglich, dieses Land zu sehen, wie es wirklich ist.


Lorette Coen in L’HEBDO