(…) Eimerweise Druckerschwärze wurde schon über Edgar Reitz’ 16-stündigem Epos „HEIMAT“ vergossen und doch haben keine Worte den Geist und die Stärken dieses Films so gut einfangen können wie der einfache Katalog an Ingredienzen, der in seiner Einführungsbroschüre aufgelistet wurde.

„Heimat“, so teilt uns der Absatz mit, „handelt vom Kommen und Gehen…von Müttern und Söhnen…von den drei Eiern auf der Fensterbank…von Küchen und Speichern…von Flugzeugen und Schokolade…von dem Laib Brot, der zum Schneiden an die Brust gepresst wird…von Kissen und Kaugummi…von Luftangriffen, Frisuren und Bankkrediten…“.
Die Liste könnte verlängert werden und die ganze Seite füllen: der Film ist bis zum Platzen voll mit überzeugender Dokumentation des täglichen Lebens in Reitz‘ fiktivem Dorf Schabbach im Hunsrück im Südwesten Deutschlands in den Jahren 1919 bis 1982

Geoff Brown in THE TIMES, 15. Februar 1985