Ein kleines Dorf im Hunsrück bewegt zur Zeit die Fernsehnationen: das Dörfchen Schabbach, das es in Wirklichkeit nicht gibt.

HEIMAT, das fast 16-stündige Filmspektakel von Regisseur Edgar Reitz und Mitautor Peter Steinbach ist so ganz das Gegenteil dessen, was nach gängiger Vorstellung Einschaltzahlen verheißt. Und dennoch kleben sonntags und mittwochs an die zehn Millionen Zuschauer an der Mattscheibe und haben Teil am Leben der kleinen Leute von Schabbach. (…) Reitz ist es gelungen, in stillen und nicht einen Moment langweiligen Bildern Heimat einzufangen, fern von Blut und Boden, nicht Zucht und Ordnung, sondern Ruhe und Geborgenheit. (…) HEIMAT ist ein Film, der sich jeder Kategorisierung entzieht und doch selbst in er fernsehgerecht zerstückelten Fassung seine Faszination nicht verliert.
Peter Müller in: MORGENPOST, 7.10.1984